Therapiehunde

UNSERE THERAPEUTEN AUF VIER PFOTEN  der Verein Therapiehunde Steiermark berichtet von seiner Tätigkeit für den STHK – Graz

Im Jänner 2006 gründeten Gerti Teni, Günter Wonisch, Alexandra Maier, Verena Rieger-Ziegler und Christian Pölzl mit der tatkräftigen Unterstützung des Präsidenten des Steirischen Hundesportklubs Gerd Weiß die Sektion Therapiehunde. In den letzten zwei Jahren haben wir zusätzlich zahlreiche Teams ausgebildet und konnten in über zwanzig Institutionen in Graz und der Steiermark Fuß fassen. Die Nachfrage nach Einheiten der Tiergestützten Therapie ist inzwischen so groß geworden, dass unsere Sektion den Bedarf bei weitem nicht abdecken kann. Umso erfreulicher ist es, dass sich immer mehr HundeführerInnen für die Ausbildung und diese sozial wichtige Tätigkeit interessieren.

Was kann die tiergestützte Therapie?
Der Kontakt mit dem Therapietier hat nachweislich zahlreiche positive Auswirkungen auf den körperlichen und seelischen Gesundheitszustand des Menschen. Die positiven Einflüsse von Tieren auf die Gesundheit des Menschen werden in mehreren Studien belegt, wobei auch die Einsparungen an Sozialausgaben teilweise quantifiziert werden. Tierbesuche haben Blutdruck und Pulsfrequenz senkende Wirkung, die Patienten sprechen besser auf Medikamente an, die Genesungszeit nach Schlaganfall und Herzinfarkt ist kürzer.Tiere wirken kommunikationsfördernd, antidepressiv, motivationssteigernd. Tiere werten nicht, befriedigen das Zuneigungsbedürfnis, mindern Einsamkeit und steigern das Wohlbefinden.
In der Pädagogik hat sich der Einsatz von Tieren vor allem bei verhaltensauffälligen, hyperaktiven und autistischen Kindern bewährt.

Schwerpunkte in der Ausbildung
Ein Schwerpunkt in der Ausbildung unserer Therapiehundeführer ist die Anwendung der Calming Signals im Training, im alltäglichen Leben und der Einsatzpraxis. Um dieses Wissen auch an interessierte Hundeführer weiterzugeben, die keine Therapiehundeausbildung absolvieren, sind die Vorträge unserer Sektion zum Thema öffentlich zugängig.
Die Kenntnisse um das Ausdrucksverhalten der Hunde sind für den Hundehalter von großem Vorteil. Wie viel einfacher gestaltet sich das Zusammenleben mit dem Hund, wenn wir in der Lage sind, dessen Körpersprache richtig zu interpretieren. Die Beschwichtigungssignale sind dabei sicher ein wichtiger Aspekt der vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Hunde, dem wir Beachtung schenken sollten. Hunde senden Calming Signals aus, wenn sie über irgend etwas irritiert oder beunruhigt sind oder als Antwort auf ein Calming Signal eines anderen Hundes. Ziel der Signale ist es, Stress oder Spannung abzubauen sowie die Eskalation eines Konfliktes zu verhindern. Auch an uns Menschen senden die Hunde Calming Signals und wir können sie zurücksenden. Bei unserer Arbeit ist das Erkennen und Interpretieren dieser Kommunikationssignale besonders wichtig: die tiergestützte Therapie darf den Hund nicht überfordern, ist sie doch unter den angenehmsten Bedingungen Arbeit und Stress für den Hund. Persönlicher Ehrgeiz und sozialromantische Wunschvorstellungen haben sich hier unbedingt der Realität anzupassen, um „burn out“ syndromen vorzubeugen und den Hunden viele und qualitative Einsätze zu ermöglichen.

Welche Hunde eignen sich als Therapiehunde?
Grundsätzlich ist jeder gesunde Hund geeignet, der
• ein besonders gutmütiges, sanftes und menschenfreundliches Wesen besitzt
• gut stressbelastbar ist
• eine enge, vertrauensvolle Beziehung zu seinem Besitzer hat
• sich leicht führen lässt und
• Artgenossen gegenüber gut verträglich ist.

Welcher Hundehalter ist als Therapiehundeführer geeignet?
Geeignet sind Menschen, die
• eine hohe soziale Kompetenz und Freude an der Arbeit mit Menschen haben
• unvoreingenommen gegenüber körperlicher und /oder geistiger Behinderung sind
• teamfähig sind
• belastbar sind und
• sensibel und verantwortungsbewusst mit ihrem Hund umgehen.

Sollten sie sich für die Ausbildung zum Therapiehundeteam interessieren oder mehr Informationen zum Thema erhalten wollen, wenden sie sich bitte an unsere Obfrau Alexandra Maier
Tel.: 0664 – 99 32 0 32

www.therapiehunde-steiermark.at

Der STHK

Der Steirische Hundesport-Klub (STHK)  ist der älteste Hundeverein in Österreich. Er wurde im Jahre 1884 vom Grafen Franz von Meran (Sohn von Erzherzog Johann) gegründet. Der Grund war, die Rassenzucht zu verbessern.

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Email - Günter Wonisch